Die meisten von uns mögen sich nicht, wenn sie sich am Bildschirm sehen. Das hat verschiedene Ursachen, aber eine ist, daß die Kamera dick macht. Das ist keine böse Absicht, die Kamera kann nichts dafür. Sie bildet einfach nur eine dreidimensionale Wirklichkeit in nur zwei Dimensionen ab und drückt dabei gewissermaßen die Tiefe platt. Die Folge ist, daß man im Bild breiter aussieht. In Hollywood sagt man dazu: “The camera always adds ten pounds” – die Kamera fügt immer zehn Pfund hinzu, und manchmal sogar mehr.
Die gute Nachricht ist, daß Sie vor der Kamera einen Verbündeten haben: den Kameramann. Er leidet täglich unter genau diesem Zusammenhang und versucht, ihm entgegenzuwirken. Dazu sucht er beispielsweise Drehorte mit Raumtiefe oder leuchtet Ihr Gesicht so aus, daß es im Relief erscheint. Sie können ihm helfen, indem Sie, wenn Sie ein Mann sind, Ihr Sakko zuknöpfen. Dann laufen die Revers zur Körpermitte hin zusammen. Beim Herrn wirkt ein Anzug meist schlanker als eine Kombination, auch bildet eine Krawatte einen zusätzlichen senkrechten Akzent, der ebenfalls schlanker macht. Damen können auf längsgestreifte Muster achten statt auf quergestreifte. Insgesamt gilt aber für beide Geschlechter, daß man niemals zu schlank ist, erst recht nicht vor der Kamera…
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