Bereit sein ist alles, das gilt auch für Unternehmenskrisen. Deshalb beginnt Krisenkommunikation auch lange vor einer Krise. Ein Unternehmen muß die öffentliche Kommunikation systematisch beobachten, um mögliche Krisen frühzeitig zu erkennen. Wir brauchen also einen Plan für das sogenannte Monitoring. Was wollen wir beobachten? Facebook? Twitter? Auch Blogs? Auch Foren? Wenn ja, welche, und wenn ja, wer macht es? Und das, was da gemonitort wird, wie wollen wir es festhalten? Wer bekommt es? Ein Unternehmen sollte sich auch eine sogenannte Social-Media-Governance geben, also Richtlinien dazu, wie seine Mitarbeiter mit Medien wie Facebook oder Twitter umzugehen haben.

 

Zur Vorbereitung gehört aber auch ein Krisenhandbuch, das vor allem darüber Auskunft gibt, wer im Krisenfall im Unternehmen welche Aufgaben hat. Ein Krisenhandbuch enthält Prozesse, Kontaktdaten, Raumnummern und Telefonanschlüsse, es liefert aber auch Vorlagen für Pressemeldungen in der Krise. Natürlich muß dieses Krisenhandbuch aktuell sein, und es muß bekannt sein. In der Krise kann man sich schließlich nicht mehr gründlich einlesen! Und natürlich muß man das Zusammenwirken der verschiedenen Beteiligten trainieren, und zwar regelmäßig.

Zur Vorbereitung gehört schließlich, daß das Unternehmen Botschaften vorbereitet, damit die Kommunikation im Krisenfall strategiekonform und einheitlich ist. Auch diese Botschaften müssen regelmäßig überprüft werden. Das kostet Zeit und Mühe, aber wie so oft macht es sich schon bezahlt, wenn man es nur einmal tatsächlich braucht.