Kleider machen Leute. So heißt eine Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller – und dem gibt es wenig hinzuzufügen. Vielleicht noch, dass auch und gerade die Frisur und die Schuhe die äußere Erscheinung prägen.

Eine Woche vor einem wichtigen Kameraauftritt sollte man zum Friseur. Dann sitzt der Haarschnitt, sieht aber nicht so frisch aus, dass man ihn in ausschließlichen Zusammenhang mit dem Termin setzt.

Wichtig sind auch die Schuhe. Viele Interviews werden im Sitzen aufgenommen. Die Kamera hat dabei einen Blickwinkel, der auch die Sohlen der Schuhe ins Bild hebt wie auch den Abschnitt zwischen Sockenende und Hosensaum. Deshalb sollten die Schuhe rundum sauber sein und die Socken lang genug. Eine freigelegte, haarige Männerwade (Frauenwaden sind hoffentlich rasiert!) lenkt sonst leicht vom eigentlichen Gesprächsinhalt ab. Die langen Socken sollten farblich zum Schuh passen.

Zu vermeiden sind Kleidungsstücke mit wilden Mustern, vor allem aber Karos und schmale Streifen, denn sie bilden in der Wiedergabe der Kamera eine flimmernde Fläche.

Ansonsten gilt: Zweireihige Sakkos trägt man grundsätzlich geschlossen, einreihige prinzipiell auch, außer man trägt eine Weste darunter. Bei Westen und Sakkos bleibt der untere Knopf stets offen. Das gilt auch bei den Zweireihern. Krawatten sollten während eines Auftritts nicht gelockert werden, ebenso sollte der oberste Kragenknopf geschlossen bleiben. Ist das Schließen des Kragenknopfes mühsam – lieber neue, größere Hemden kaufen.
Wer keine Krawatte tragen möchte, kann auf Rollkragenpulli ausweichen.
Grundsätzlich gilt: keine kurzärmeligen Hemden unterm Sakko. „Nackte“ Handgelenke, die aus Sakkoärmeln lugen, sehen selten gut aus.

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