Die meisten von uns mögen keinen Wandel. Die meisten von uns sind aber bereit, Wandel zu akzeptieren, wenn wir den Eindruck haben, daß wir ihm gewachsen sind. Dazu gehört, daß er uns nicht einfach übergestülpt wird. Wenn Sie also Nachrichten zu verkünden haben, die vorderhand schlecht aussehen, dann ist das erste, daß sie sie auch wirklich verkünden. Schieben sie das nicht auf, sonst überholt sie die innerbetriebliche Gerüchteküche, und dann ist es zu spät. Überlegen Sie aber vorher, was Ihre eigentliche Botschaft ist. Es muß einen positiven Aspekt geben, und auf den sollten Sie sich fokussieren.

Stellen Sie die gute Nachricht an den Anfang, bringen Sie dann die schlechte, und greifen Sie zum Schluß noch einmal die gute auf. “Bad news in the middle”, sagt man dazu auf Englisch. Zum Guten, das sie am Ende erzählen, muß auch der Rückkanal gehören, also der Hinweis darauf, wo, wann und wie Ihre Mitarbeiter mehr zu der Geschichte erfahren können. Kürzen Sie ihr Statement, bis es nur noch eine Minute lang ist, und gehen Sie dann vor eine Kamera – natürlich mit jemandem, der sich mit solchen Auftritten auskennt! Sprechen Sie Ihre Botschaft ein und sorgen sie dafür, daß sie ihre Empfänger möglichst schnell erreicht. Schalten Sie dann den Rückkanal frei und bejahen sie den Ärger und die Angst, die durch ihn fließen werden. Ihre Leute empfinden das wirklich so. Aber Angst und Ärger, über die man spricht, wird man schnell los, und wenn Sie sich in der Erwiderung auf die gute Nachricht konzentrieren, dann werden Sie Ihre Mitarbeiter schnell auf Ihre Seite ziehen. Haben Sie Mut!

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