Eine Rede zu halten, ein Interview zu geben, ist für viele von uns eine Stresssituation.

Wie können wir damit umgehen? Indem wir uns klar machen, was Stress eigentlich ist: Streß ist eine Wahrnehmung, die uns sagt, daß wir mit einer Situation nicht fertigwerden. Das an sich wäre nicht schlimm, hätte die Natur nicht damit einen Mechanismus verbunden, der uns heute eher hinderlich ist.

Stress ist eigentlich positiv. Er hat unseren Vorfahren, den Urmenschen, geholfen, bedrohliche Situationen zu überstehen. Damals ging es nur um Kampf oder Flucht, also um Optionen, in denen das Gehirn ausgeschaltet wurde und nur noch die Reflexe funktionierten, und so reagieren wir leider bis heute, wenn eine Situation sich bedrohlich anfühlt, wie zu Zeiten des Säbelzahntigers. Stress ist ein so alter Mechanismus, dass wir ihn nicht abschalten können. Stress lässt uns Adrenalin ausstoßen, schweißnasse Hände bekommen, erhöht den Herzschlag, verengt den Blick, lässt die Stimme zittern, führt zu Einfallslosigkeit und Gedächtnisverlust, im schlimmsten Fall zu einem Blackout.
Stress entsteht, wenn wir  Angst haben vor Kontrollverlust.

Wie können wir vorbeugen?

Durch Visualisierung, indem wir uns die Situation am Rednerpult oder im Interview schon im Vorfeld klar machen. Uns sagen, dass das Publikum, die Journalisten eben kein Säbelzahntiger sind; uns nicht fressen, sondern uns zuhören wollen.
Durch eine gute, langfristige Vorbereitung: durch Ausarbeitung der Kernbotschaften!
Durch ruhiges, tiefes Atmen
Und durch positive Konditionierung:
Ich fühle mich wohl!
Ich kann den Menschen etwas geben! Ich habe eine Botschaft.
Und noch einmal: Das Publikum ist kein Säbelzahntiger!
Und an die Kernbotschaften denken!

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