Wie müssen Kernbotschaften gestaltet sein?

Kernbotschaften sind
• kurz
• positiv
• klar
• schlüssig
• glaubwürdig
• dauerhaft

Positiv, denn negativ formulierte Sätze merkt man sich schlecht. Sie erfordern Abstraktion und damit eine erhöhte gedankliche Leistung. Das menschliche Gedächtnis sitzt aber mehrheitlich im ältesten Teil unseres Gehirns, in dem, den wir von den Tieren geerbt haben. Und Tiere können eben nicht abstrahieren. Machen Sie es also sich und Ihren Zuhörern tierisch leicht und formulieren sie positiv!


Ein Beispiel:
Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte Anfang 2008: „Ich bin nicht der Problembär der Bundesregierung.“
Was merken Sie sich?: Glos – Problembär – Bundesregierung. Und wozu wurde er in den Gedächtnis? Zum Problembär der Bundesregierung.

Kernbotschaften müssen kurz und klar sein:  Wenn sie zu lang oder zu kompliziert ist, erreicht sie den Zuhörer nicht.
Kernbotschaften müssen zudem schlüssig sein:  Wenn sie Widersprüche enthalten oder auch nur Fragen aufwerfen, kommt der Zuhörer ins Grübeln und hört weniger aufmerksam zu.
Vor allem müssen Kernbotschaften glaubwürdig sein! Nur dann, wenn das Publikum Ihnen Ihre Botschaft abnimmt, haben Sie etwas bewirkt.
Denn die Zahlen sind eindeutig: Die Menschen achten zu 55 Prozent auf Ihr Auftreten und zu 38 Prozent auf den Klang Ihrer Stimme - und die sich so vermittelnde Glaubwürdigkeit. Die Menschen vertrauen Ihrer Körpersprache und dem Klang Ihrer Stimme mehr als Ihren Worten.

Diese Kernbotschaften müssen Sie vorbereiten, ausformulieren und auswendig parat haben. Der Rest der Rede, des Gesprächs, des Interviews kann sich dann frei entwickeln.

Artikel als mp3 herunterladen