Was Sie sagen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Bei jeder Äußerung schwingt etwas mit, etwas, das viel mächtiger ist als Worte, nämlich die Beziehung zum Publikum. Die ist wie jede Beziehung von Emotionen geprägt. Über die Emotionen packen wir unser Publikum – oder wir verprellen es. Wer nur auf die Tatsachen achtet, die er mitzuteilen hat, der sieht nur die Spitze des Eisberges – und riskiert so den Schiffbruch. Denken Sie deshalb zuerst an den Seelenzustand Ihres Publikums. Was erwartet es von Ihnen? Was wünscht es sich? Was befürchtet es?
Dann fragen Sie sich selbst: Was will ich von diesen Menschen? Womit muß ich rechnen? Wie kann ich ihnen helfen? Sie werden es sofort merken: Es kommt vom Publikum etwas zurück, und noch besser, ihre Botschaft erreicht ihrerseits das Publikum mit einer ganz neuen Intensität. Besonders wichtig ist das, wenn sie schlechte Nachrichten zu verkünden haben, und für viele Menschen ist es schon eine schlechte Nachricht, wenn sich für sie etwas ändert. So sind Menschen, sie mißtrauen zunächst dem Wandel. Wenn sie aber den Eindruck haben, daß sie dem Wandel gewachsen sind, akzeptieren sie ihn, ja, begrüßen ihn sogar. Voraussetzung ist, daß man sie mit dem Wandel nicht allein läßt. Das ist Ihre Aufgabe als Führungskraft, als Kommunikator. Seien Sie emotional präsent und verkünden Sie nicht einfach nur Papierbotschaften. Sorgen Sie dafür, daß Sie ihr Publikum spüren, daß Sie als Mensch wahrnehmbar sind. Sie werden erstaunt sein, was für einen Wandel das bringt!
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